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Ingo Ortel für Wertheim
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Tierheime in finanziellen Schwierigkeiten

Politik für Wertheim - von Ingo Ortel
Veröffentlicht von in Vereine · 26 April 2015

Erster Teil - Der stärkere gewinnt durch unklare Gesetzeslage
Dieses Problem besteht nicht nur in Wertheim, bundesweit sind viele Tierheime in Geldnot und werden mit ihren Problemen von den Verwaltungen der Städte und Gemeinden alleine gelassen.
 
Sicherlich erhalten die Tierheime von den Städten und Gemeinden finanzielle Unterstützung, aber im Gegensatz zu den Ausgaben reicht dieses Geld hinten und vorne nicht.
 
Ich persönlich habe mich nie mit diesem Thema befasst aber seit meiner Tätigkeit als Kommunalpolitiker ist mir diese Problematik erst so richtig bewusst geworden. Zurzeit arbeite ich mit meinen Fraktionskollege Mirco Göbel daran, wie wir unser Tierheim in Wertheim unterstützen können.
 
Ein Grundproblem ist die schwammige und unklare Gesetzeslage. Zum Beispiel gibt es keine klare Definition von Fundtieren besonders im Bezug auf Katzen. Es gibt auch noch keine bundesweiten Regelungen inwiefern ein Tierheim finanziell unterstützt werden soll oder muss. Hier kommt es immer noch auf das Verhandlungsgeschick der Tierheimbetreiber an.
Einige sind auch der Meinung „Was haben die Kommunen oder der Gesetzgeber mit den Tierheimen zu tun?“ oder „Die Tierheime sollen sich doch mit Spenden finanzieren!“.
  
Die Städte und Gemeinden sind verpflichtet Fundtiere aufzunehmen und unterzubringen, wenn sie es nicht können müssen sie sich einen Dienstleister suchen. In unserem Fall wäre es das Tierheim. Die Stadt muss die Kosten für die Unterbringung der Fundtiere (maximalen Zeitraum sechs Monaten) oder bis zur Rückgabe an den Besitzer übernehmen. Diese Kosten kann die Stadt dem Besitzer dann wieder in Rechnung stellen. Leider sieht die Praxis ganz anders aus, oft melden sich die Besitzer der Tiere nicht und diese Tiere müssen dann neu vermittelt werden oder verbringen den Rest ihres Lebens im Tierheim. Oft passiert es auch, dass die Unterbringungskosten wegen der unklaren Gesetzmäßigkeiten von den Städten nicht beglichen werden. Am Ende muss das Tierheim diese Kosten selber tragen.
Es sollte aber jeden klar sein das freilaufende Tiere die öffentliche Sicherheit gefährden können, egal ob es sich hier um eine Katze oder um einen Hund handelt. Manche Verwaltungen beschränken die Gefahr auch nur auf Hunde, da kann ich nur sagen - nicht weit genug gedacht - vielleicht nur bis zur Tür des Amtszimmers. Eine starke Population zum Beispiel von freilaufenden Katzen kann dazu führen das auch unkontrolliert Krankheiten an Tiere und Menschen weitergegeben werden können.
  
Wenn ein Tierheim zum Beispiel aus finanziellen Gründen nicht mehr weiter betrieben werden kann, ist die Stadt verpflichtet Fundtiere aufzunehmen, sie nach den gesetzlichen Vorschriften unterzubringen und zu versorgen. Eines kann ich dann garantieren die Kosten für diese Unterbringung werden dann weitaus höher liegen.
  
Am meisten verurteile ich aber die Menschen die sich Tiere anschaffen und wenn‘s nicht mehr gefällt einfach aussetzen unter dem Motto - es wird sich schon jemand drum kümmern. Tiere werden von einigen immer noch wie eine Ware behandelt. Klein und niedlich (neu) werden sie gekauft und wenn sie dann erst mal Arbeit machen (oder alt und verbraucht sind), werden sie einfach weggeworfen. Viele Tierhalter sind sich auch nicht bewusst welche Verantwortung, Kosten und Zeit man für die Haltung eines Tieres aufbringen muss .
  
Glück gehabt, wenn es diese Tiere noch bis in das Tierheim schaffen oder vielleicht sogar einen liebevollen Tierhalter finden.
Viele Tierheime wären schon längst geschlossen wenn es da nicht die vielen ehrenamtlichen Helfer und Unterstützer geben würde.
  



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