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Ingo Ortel für Wertheim
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Man sollte konsequent und ehrlich mit der Flüchtlingsproblematik umgehen

Politik für Wertheim - von Ingo Ortel
Veröffentlicht von in Politik · 1 September 2015

Zurzeit ist die Flüchtlingsproblematik das Thema Nummer eins in der Politik und in den Medien. Eine Nachricht jagt die andere, immer wieder neue Ereignisse und immer wieder neue Zahlen. In Europa ist man mit diesem Thema überfordert. Es war in den letzten Jahren eigentlich voraussehbar was da auf uns zukommt. Die ständigen Konfliktherde, Hungersnöte sowie die Finanz- und Wirtschaftskrisen machen besonders den Ländern in der sogenannten dritten Welt aber auch den Staaten im Osten von Europa zu schaffen.
Von der Politik wurden diese Warnzeichen ignoriert, man wollte einfach solche Szenarien nicht für wahrhaben. Aber nun ist es real geworden, nach der Suche auf ein besseres Leben, sind Millionen von Menschen, egal ob es sich um Kriegs- oder Wirtschaftsflüchtlinge handelt, in Europa unterwegs.
 
Man sollte in Europa endlich gemeinsame Lösungen finden um diese Völkerwanderung in den Griff zu bekommen. Gegen die Länder der europäischen Gemeinschaft welche sich sträuben ein bestimmtes Kontingent an Flüchtlingen aufzunehmen, sollten Wirtschaftssanktionen erhoben werden.
 
In Deutschland hat man nicht mit solch einem Zustrom gerechnet, ich würde mir wünschen, dass man dieses Problem endlich in den Griff bekommt. Man sollte aufhören uns vorzumachen, dass die Flüchtlinge auch ein Gewinn (Fachkräftemangel demografischer Wandel) für Deutschland sein können auch sollten einige Politiker es endlich unterlassen öffentlich zu prahlen, dass es Deutschland ja so gut geht und die Wirtschaft händeringend Arbeitskräfte suchen, man macht damit den Flüchtlingen falsche Hoffnungen und füllt damit weiterhin die Geldbörsen der Schlepper.
 
Es werden in den nächsten Jahren große finanzielle und soziale Herausforderungen auf uns zukommen welche auch die politische Landschaft in Deutschland verändern könnte. Die Hilfsbereitschaft in Deutschland ist sehr hoch, könnte aber - wenn der Lebensstandard der Bürger in Mitleidenschaft gezogen wird - schnell kippen.
 
Man sollte endlich ehrlich mit diesem Thema umgehen. Wenn man den Menschen in Deutschland weiterhin etwas vormacht, wird das Vertrauen in die Politik weiter sinken und man macht den Weg frei für rassistisches und rechtsradikales Denken.
Am meisten ärgert mich immer wieder wenn Politiker die jetzige Flüchtlingsproblematik mit der Flüchtlingssituation nach dem Zweiten Weltkrieg vergleichen. Es herrschten nach dem zweiten Weltkrieg ganz andere Voraussetzungen die mit heute nicht zu vergleichen sind.
Ich persönlich finde es wichtig, den Menschen ein zeitbegrenztes Asyl in Deutschland zu gewähren welche durch Krieg und politische Verfolgung aus ihren Heimatländern flüchten müssen.
 
Es ist sicherlich auch verständlich wenn Menschen ihr Land wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage verlassen, sie haben aber kein Anrecht auf Asyl. Wir können in Deutschland nicht für das ganze Leid der Welt zuständig sein, denn auch wir werden irgendwann an unsere Grenzen stoßen.
 
Asylbewerber oder Einwanderer die sich in Deutschland integriert und es geschafft haben ihr Leben eigenständig in die Hand zu nehmen ohne dabei auf staatliche Hilfe angewiesen zu sein, sollten die Möglichkeit bekommen weiterhin in Deutschland zu leben.
   



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