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Wertheimer Michaelismesse abgesagt: Unklarheiten bei den Mitgliedern des Messeausschusses

Politik für Wertheim - von Ingo Ortel
Veröffentlicht von Ingo Ortel in Veranstaltungen · 30 Mai 2020

Es herrscht Missstimmung und Unklarheit bei einigen Messeausschussmitgliedern, mit der Absage der Michaelismesse durch die Verwaltung sind einige Fragen aufgetaucht. Bevor die Stadtverwaltung die Öffentlichkeit darüber informierte, dass es dieses Jahr keine Wertheimer Michaelismesse geben wird, wurden die Mitglieder des Messeausschusses zwei Tage vorher über die Entscheidung der Verwaltung informiert. Die Verwaltung wünscht sich das alle Beteiligten hinter der Entscheidung stehen und klare Aussagen auch in der Öffentlichkeit treffen. Die Entwicklung der letzten Tage und ein Presseartikel sorgen nun für diese Missstimmung bei den Mitgliedern des Messeausschusses. Der Festwirt und die Brauerei stehen hinter dieser Entscheidung. Markthändler und Schausteller hinterfragen aber diese Vorgehensweise.

Begründung der Stadtverwaltung für die Absage
Der Hauptgrund warum die Verwaltung die Michaelismesse abgesagt hat, liegt in der Planungssicherheit, man möchte durch die frühe Absage unnötige Kosten für die Beteiligten vermeiden, auch weiß keiner wie sich die Pandemie noch entwickeln wird. Sicherlich wollen wir erst mal die Entscheidung der Verwaltung nicht infrage stellen. Die Verwaltung beruft sich zwecks ihrer Entscheidung auf das Infektionsschutzgesetz, um die Besucher der Michaelismesse vor einer Infektionsgefahr zu schützen.

Unzufriedenheit und offene Fragen
Trotz alledem sind die Mitglieder des Messeausschusses mit der Vorgehensweise der Verwaltung nicht zufrieden. Bei solch einer schwerwiegenden Entscheidung hätte man vorher mit allen Beteiligten in Rahmen einer Sitzung über die Absage der Messe sprechen müssen. Nach Meinung der Verwaltung war dies wohl nicht notwendig.

Nun sind einige Fragen noch offen:
  • Hätte man nicht eine Möglichkeit finden können die Messe in eine abgespeckte Form mit dem entsprechenden Hygienerichtlinien durchzuführen?
  • Wie viel Vorlaufzeit brauchen Festwirt, Markthändler und Schausteller?
  • Wie sieht das Hygienekonzept aus und ist dies umsetzbar?
  • Welches Zeitfenster brauchen die Beteiligten bei einer negativen Entwicklung der Pandemie, wenn es zu einer kurzfristigen Absage der Messe kommen sollte?
  • Wie ist das Stimmungsbild bei den Beteiligten, wird diese Entscheidung positiv unterstützt?
  • Wären Markthändler, Schausteller und Festwirt bereit auch unter Einschränkungen an der Wertheimer Michaelismesse teilzunehmen?

Vielleicht hätte man gemeinsam an einem Plan arbeiten können wie man die Michaelismesse trotz Einschränkungen zusammen organisiert.

Deutschlandweites Verbot für Großveranstaltungen
Deutschlandweit sind bis zum 31. August alle Großveranstaltungen verboten, ein Monat später wäre unsere Wertheimer Messe gestartet. Die Entscheidung das es in diesem Jahr kein Oktoberfest in München geben wird hat eine Absagewelle auch für Großveranstaltungen, welche nach dem 31. August geplant waren in unserem Land ausgelöst. Dies trifft besonders Schausteller und Marktbetreiber sehr hart.

Kritik an der Verwaltung
Wenn wir vor der Absage eine gemeinsame Sitzung, wie sich dies auch gehört durchgeführt hätten, um offene Fragen zu klären, würden wir vielleicht gemeinsam hinter dieser Entscheidung stehen.
 
Die Kritik der Öffentlichkeit und einiger Bürgervertreter muss die Verwaltung nun akzeptieren. Vielleicht findet man doch noch einen gemeinsamen Nenner oder Lösung, auch wenn es vielleicht keinen Einfluss auf die Entscheidung der Verwaltung haben wird.

Nach meiner Meinung hätte man mit dieser Entscheidung noch etwas warten sollen, während dieser Zeit hätte man einen ständigen Kontakt zu den Beteiligten halten können. Ich bin aber davon überzeugt, dass die Verwaltung diese Entscheidung schweren Herzens getroffen hat.

 



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